Internationale Bodensee Konferenz

Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist ein Zusammenschluss auf Regierungsebene der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone. Mitglieder der IBK sind Baden-Württemberg (D), Freistaat Bayern (D), Vorarlberg (Ö), das Fürstentum Liechtenstein sowie die Kantone TG, SG, SH, AI, AR und ZH. Der Kanton Zürich ist seit 1998 Mitglied der 1972 gegründeten Konferenz.

Im Zentrum der IBK steht der Bodensee, der als eine Art internationales Gewässer in Gemeinschaftsaufgabe «verwaltet» wird. Eine derartige gemeinschaftliche Nutzung eines Binnengewässers ist in Europa einzigartig. Darüber hinaus will die IBK die Zusammenarbeit im Bodenseeraum durch grenzübergreifende gemeinsame Projekte fördern und damit die regionale Zusammengehörigkeit stärken. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern. Durch die politische Abstimmung und gemeinsame Projekte leistet die IBK einen nachhaltigen Beitrag zur Überwindung der Grenzen in der Region.

Oberstes Gremium der IBK ist die Konferenz der Regierungschefs, in der die wichtigsten Beschlüsse gefasst sowie Empfehlungen verabschiedet werden. Sie trifft sich einmal im Jahr zu einer ordentlichen Plenumssitzung.

Operatives Organ ist der Ständige Ausschuss. Er besorgt in mehreren Sitzungen pro Jahr die laufenden Geschäfte der IBK. Er begleitet und koordiniert ferner die Arbeit der sieben Fachkommissionen (Bildung, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales, Öffentlichkeitsarbeit), welche die Sachprojekte erarbeiten. In diesen ist der Kanton durch ein Mitglied der jeweils betroffenen Direktion vertreten. Im Ständigen Aussschuss wird der Kanton Zürich durch den Staatsschreiber vertreten.

Die administrative Unterstützung der Zürcher Vertretung auf Ebene des Regierungsrates und des Staatsschreibers wird durch die Abteilung Koordination der Aussenbeziehungen der Staatskanzlei gewährleistet.

Das Leitbild der IBK für den Bodenseeraum

Im Jahr 2008 unterzeichneten die Regierungschefs das Leitbild der IBK. Es richtet sich in erster Linie an die Regierungen der IBK-Mitgliedsländer und -kantone, im weiteren Sinne aber auch empfehlend an Parlamente, Städte, Gemeinden, Landkreise, Verbände und ihre Zusammenschlüsse im Bodenseeraum sowie weitere Verantwortungs- und Mandatsträger. Es dient der Orientierung, trägt zur Identifikation aller Akteure innerhalb der IBK bei und macht nach außen hin deren Aktivitäten transparent. Die Umsetzung des Leitbilds wird anhand eines Maßnahmenkatalogs sichergestellt. Dieser wird regelmäßig aktualisiert und ist Grundlage für die Arbeit der sieben Fachkommissionen der IBK.